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Raiffeisenhaus Wien
Sanierung von Kälteerzeugung und Kältetransport
Die Hydraulik der Kälteerzeugung und der Kälteverbraucher, sowie die aufgetretenen Probleme wurden durch Studium der vorhandenen Pläne, detaillierten Befund und Orientierungsmessung der Kaltwasserströme in div. Netzabschnitten erfasst.
Auf Grund der Analyse der Störungen, basierend auf den gesammelten Erkenntnissen über die Schaltung der Anlagen, entstand das folgende Sanierungskonzept:
Die Kälteerzeugung erfolgt mittels
• 2 luftgekühlten, am Dach situierten Kompakt-Kältemaschinen, die kaltes Glykol-Wasser-Gemisch liefern
• 2 Wärmetauschern, Glykol-Wasser-Gemisch auf Kaltwasser
• 1 im 17.OG situierte Kältemaschine, die einen am Dach situierten luftgekühlten Flüs-sigkeitskühler aufweist und Kaltwasser liefert
Über das Kaltwassernetz werden alle Verbraucher des 17stöckigen Gebäudes mit Kälte versorgt.
Die Kaltwasseranlage wurde hydraulisch in einen Kälteerzeugungskreis und in einen Kälte-verteilungskreis getrennt.
Diese Trennung erfolgte mittels zweier Pufferspeicher von je 3000 Liter Inhalt (die zugleich die Funktion einer hydraulischen Weiche aufweisen).
Gleichzeitig dienen die Pufferspeicher als Kompensatoren wenn die beiden Kälteerzeuger umschalten. Dies gewährleistet eine unterbrechungsfreie Kühlung der im 1.OG befindlichen hochsensiblen EDV-Geräte.
Die Förderpumpen im Wärmetauscher-, im Kältemaschinen- und im Kaltwasserverbraucherkreis wurden neu geliefert und ebenfalls an die neue Schaltung angepasst.
Die Pufferspeicher wurden durch eine speziell errichtete Dachöffnung in die Technikzentrale im 17.OG mit einem 100 m hohen Autokran eingebracht.
Da das EDV-Geschoß ganzjährig Kälteenergie benötigt, konnte die Kälteerzeugung auch nicht während der Dauer der Sanierung abgeschaltet werden.
Die Rohrleitungen mit sämtlichen Einbauteilen mussten daher bis zu den Anschlusspunkten vorgefertigt werden um ein schnelles Umschließen der Leitungen zu ermöglichen.
Diese Arbeiten wurden an einem Wochenende durchgeführt, an welchem nach umfangreichen Abschaltungen der weltweit vernetzten EDV-Geräte ein reduzierter EDV-Betrieb bewerkstelligt wurde. Eine eigene Notkühlung musste für dieses Wochenende hergestellt werden.
Die erforderlichen neuen Pumpen wurden ebenfalls an einem Wochenende ausgetauscht.
Zusätzlich wurde, um den Inhalt im Wasser-/Glykolkreis auf das vom Kältemaschinenhersteller geforderte Volumen zu vergrößern in die Rücklaufleitung ein Pufferspeicher mit Erweite-rungsmöglichkeiten eingebaut.
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